Home
Home

 

Klonen von Erdbeerpflanzen


1. Einführung

Hormone ermöglichen einen Eingriff in die Wachstums- und Entwicklungsprozesse bei Pflanzen und werden daher in verstärktem Maße bei der Züchtung eingesetzt. Am Beispiel des Klonens von Erdbeerpflanzen sollen diese Möglichkeiten in einem an der Schule durchführbaren Praktikum gezeigt werden.

Die Inhalte und Materialien sind in veränderter Form aus dem Praktikumsheft -Klonen von Erdbeeren- der Firma Schlüter entnommen. Die Autorin Frau Dipl.-Biol. Sonja Merkle leitet das Kulturlabor des Erdbeerzuchtbetriebes Reinhold Hummel GmbH+Co.KG in Stuttgart.
Betriebsbesichtigungen sind im Rahmen von Lehrerfortbildungen über den vdbiol möglich.

2. Bezug zu den Standards
Angewandte Biologie

Die Schülerinnen und Schüler können:
- geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung gegeneinander abgrenzen
- Verfahren der Reproduktionstechnologie beschreiben und erklären

3. Ablauf der in vitro Vermehrung bei Erdbeeren


Die Vermehrung geht von Ausläufern geeigneter Feldpflanzen aus, die sich durch besondere Eigenschaften wie Wüchsigkeit, hohen Ertrag, Schädlingsresistenz, gute Qualität, etc auszeichnen.
Die jungen Erdbeerpflänzchen sind in der Regel noch frei von Viren, Bakterien oder Pilzen. Aus den Sproßknospen wird Meristemgewebe herauspräpariert und auf Nährmedium mit Hormonzusatz kultiviert. Nach ca. 8 Wochen hat sich hieraus ein Pflänzchen von ca. 2 cm Höhe entwickelt. Dieses wird auf Vermehrungsmedium (EVM) umgesetzt. Unter dessen Einfluß treiben innerhalb von sechs Wochen 4-10 Seitensprossen aus. Wiederholtes Umsetzen läßt die Zahl der gebildeten Sprosse exponentiell steigen. Setzt man die Sprosse auf Bewurzlungsmedium (EBM) um, entwickeln sich Wurzeln und Blättchen.

Text&Grafik mit freundlicher Genehmigung von Walter Bogner